Mensa / Cafeteria
aktueller Speiseplan: lesen

Unsere Lateinlehrer

Ute Meurer (Fachvorsitzende) Latein, Sport, Altgriechisch

Dr. Stefanie Kurczyk Latein, Französisch

Mirko Gutt (Vertretungslehrer) Latein, Französisch

 

Warum sollte man Latein lernen?

Jedes Schulfach findet seine Begründung in dem, was es zur Bewältigung des Lebens für einen jungen Menschen leistet. Vielen Anlagen, Interessen und Fähigkeiten eines jungen Menschen stehen viele verschiedene Unterrichtsfächer gegenüber. In vielen Fächern liegt der unmittelbare Nutzen auf der Hand: so lernt man z. B. Englisch, weil man es im Alltag häufig braucht und vielleicht später bei seiner Berufswahl. Warum denn aber Latein? Wer spricht denn heute noch  Latein?  Latein ist die Sprache der Antike, des Mittelalters, der katholischen Kirche, der Gelehrtenwelt der Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert. Kaum jemand spricht heute diese „tote“ Sprache. Geht uns die den europäischen Völkern gemeinsame politische, religiöse und wissenschaftliche Vergangenheit überhaupt etwas an?  Ja – sie geht uns etwas an. Denn in dieser Vergangenheit liegen unsere kulturellen und geistigen Wurzeln. Aber da sie anders ist als unsere Welt, ist sie uns zunächst einmal sehr fremd. Und gerade in dieser Fremdheit liegt der erste Grund, Latein zu lernen.

 

Latein – weil es hilft, die eigene Zeit besser zu verstehen

Wer nur in seiner eigenen Zeit und deren Problemen lebt, versteht auch seine eigene Zeit nur teilweise. Jemand, der nur an dem Ort bleibt, an dem er geboren ist und nie über seinen Tellerrand hinausschaut, entwickelt nur Maßstäbe, die auf diesen Ort zutreffen. Geht er aber in die Welt hinaus, kann er vergleichen: Was ist besser? Das Zuhause oder das Neue? Lernen wir Latein, ziehen wir in die fremde Welt der römischen Antike. Wir erfahren etwas über den Alltag der Römer, ihre Vorstellung von Religion und Menschsein, ihre Stellung zu Frieden und Krieg, ihre philosophischen Gedanken etc. Wenn wir römisches  Denken und Handeln mit unserem heutigen Denken und Handeln vergleichen und uns damit auseinandersetzen, können wir unsere eigene Zeit besser verstehen.

 

Latein – weil es Sprachkompetenzen schafft

Die modernen europäischen Schulsprachen sind sich ziemlich ähnlich. Der Zugang zu ihnen fällt daher leicht. Latein und Deutsch sind sich einerseits ähnlich, andererseits aber auch sehr fremd. Fremdes lässt uns aufmerksam werden. Durch die Andersartigkeit der lateinischen Sprache betrachten wir auch unsere Muttersprache und fördern so unsere Texterschließungs-und Lesekompetenz. Die Übersetzung eines lateinischen Wortes ist selten durch eine einfache Gleichsetzung mit einem deutschen Wort möglich. Beim Übersetzen lateinischer Texte ins Deutsche sind wir gezwungen, in unserem Wortschatz nach der adäquaten Übersetzung zu suchen. Bei dieser Suche verbessern wir also ständig die Ausdrucksfähigkeit in unserer Muttersprache.

Durch den Schwerpunkt des systematischen Lernens in einer nicht gesprochenen Sprache lernen die Schülerinnen und Schüler das Lernen an sich, da sie sich vielfältige Strategien erarbeiten, um den Stoff begreifen und behalten zu können.

Durch das Erlernen der Metasprache "Grammatik" wird das Sprachverständnis der eigenen Muttersprache und anderer Fremdsprachen gefördert, da es nicht bei oberflächlicher Sprachbetrachtung bleibt, sondern analytische Überlegungen angestellt werden müssen, um den umfassenden Zugang zum Text zu erlangen.

 

Latein – weil es eine gute Voraussetzung zum Erlernen anderer Fremdsprachen ist

Latein bietet als ehemalige „Weltsprache“ das Fundament für das Erlernen romanischer Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch etc.) und auch des Englischen, das etwa 60% seiner Wörter auf das Lateinische zurückführt. Wer früh, also ab Klasse 6, schon Latein lernt, wird im Englisch- und später Französisch-/Spanisch-Unterricht manche „Bekannte“ wiedererkennen und sie besser behalten können.  

 

Latein- weil es für manches Hochschulstudium erforderlich ist

Das Latinum, der amtliche Nachweis über in bestimmtem Umfang erworbene Lateinkenntnisse, ist an vielen Universitäten Eingangsvoraussetzung für die meisten, vor allem geisteswissenschaftlichen Studiengänge. Rechtzeitig an ein mögliches Studium zu denken, das eventuell das Latinum erfordert, ist Grund genug, Latein in der Schule zu lernen. Das Latinum an der Universität nachzuholen, ist nicht ratsam, da man viel Kraft und Zeit einsetzen muss, um in einem Schnellkurs Latein zu lernen und es mit einer sehr umfassenden Prüfung (schriftlich und mündlich bei der jeweiligen Bezirksregierung) abzuschließen. 

Studien (Forum classicum 2/2004) zeigen, dass Studierende mit Latinum eine deutlich höhere Lesekompetenz aufweisen als Studierende ohne Latinum